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Muffelwild ( Ovis ammon musimon ) in Baden-Württemberg

Foto: E. Marek

Bestandsstatus: gefährdet, da nur zwei sehr kleine Vorkommen
Bestandstrend: unsicher, da nur zwei sehr kleine Vorkommen
Gewicht: 35 - 50 kg
Kopf-Rumpf-Länge: 110 - 130 cm
Schulterhöhe: 65 - 75 cm
Geschlechtsreife: im zweiten Lebensjahr
Paarungszeit: Oktober - Dezember
Setzzeit: April / Mai
Anzahl Junge: 1, selten 2
Lebensraum: Laub- und Mischwälder mit Lichtungen und Wiesen in Hanglagen, möglichst mit steinigem Untergrund, aber auch im Flachland mit sandigem Boden
Lebensweise: tagaktiv, lebt gesellig in Rudeln, ältere Widder schließen sich zu Trupps zusammen
Nahrung: Rauhfutterfresser, insbesondere Gräser, hoher Wasserbedarf

 

Diese Wildschafart lebte nacheiszeitlich vermutlich Jahrtausende lang nur auf den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien. In dieser Urheimat war das Mufflon stark bedroht durch Jagd, Wilderei und Viehaustrieb. In den letzten 200 Jahren ist das Muffelwild in Europa an verschiedenen Stellen ausgesetzt worden, 1902 erstmals in Deutschland (im Eulengebirge in Schlesien). Die erschreckende Bilanz in der Urheimat steht im Kontrast zum Bestand im übrigen heutigen Verbreitungsgebiet. Die Hauptvorkommen Europas befinden sich heute in Deutschland, Frankreich, Österreich sowie in der Slowakei und in Ungarn. Die Einbürgerungen des Muffelwildes haben somit einen Beitrag zur Erhaltung der Art geleistet.

In Baden-Württemberg existieren allerdings nur zwei kleine Vorkommen auf der Schwäbischen Alb. Das älteste Vorkommen geht auf Aussetzungen im Jahr 1953 zurück. Daneben gibt es mehrere Gehege und Jagdgatter.



     Zur Entwicklung der Jagdstrecke und zur Verbreitung siehe Jagdbericht Baden-Württemberg



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