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Der Fasan (Phasianus colchicus) in Baden-Württemberg

 

Fasan

 

Bestandsstatus: 

nicht gefährdet

Bestandstrend: 

stark abgenommen, derzeit auf niedrigem Niveau stabil

Gewicht:       

900 - 1500 g

Maße:     

Länge: männlich 70 - 90 cm, davon 40 cm Schwanz, weiblich 55 - 70cm, davon 20 cm Schwanz

Gelegegröße: 

8 - 12

Paarungszeit:

Balz Ende März bis Mai, polygam (dominante Hähne besitzen einen Harem mit mehreren Hennen)

Brutzeit: 

April bis Juni (späte bis August)

Lebensweise:

zur Brutzeit territorial, im Winter meist kleinere Trupps, oft Trennung der Geschlechter

Lebensraum:

schneearme, halboffene, strukturreiche Niederungsgebiete und Flußauen mit Büschen und Bäumen, eingestreuten Wiesen und Ackerflächen

Nahrung:

pflanzliche und tierische Kost, wobei letztere Nahrungsgrundlage der frisch geschlüpften Küken ist

Der aus Zentralasien stammende Fasan wurde von den Römern bereits im 1. Jahrhundert in Deutschland eingeführt und ab dem 18. Jh. von den Feudalfürsten in Fasanerien gehalten. Nach dem 2. Weltkrieg wurden Fasanen in großem Stil als Jagdwild ausgesetzt, wobei neben der Nominatform Phasianus c. colchicus auch andere Unterarten, vor allem der Chinesische Ringfasan (Ph. c. torquatus) beteiligt waren. Die noch bis in die 1980er Jahre in vielen Jagdrevieren als Hegemaßnahme praktizierte Aussetzung von Zuchtfasanen spielt heute in Baden-Württemberg keine Rolle mehr, weil Aufwand und jagdlicher Ertrag in keinem vernünftigen Verhältnis mehr stehen. Aktuell ist das Vorkommen des Fasans auf klimatisch günstige Lebensräume in den Tieflagen (vor allem Oberrheinebene, Bodenseebecken) beschränkt, wo sich die Art auch ohne regelmäßiges Nachsetzen natürlich halten kann.

     Zur Entwicklung der Jagdstrecke und zur Verbreitung siehe Jagdbericht Baden-Württemberg

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