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Fischökologische Auswirkungen von Krebssperren

Ziel

Baden-Württemberg beherbergt mit Steinkrebs und Dohlenkrebs zwei seltene Flusskrebsarten, die in ihrem gesamten europäischen Verbreitungsgebiet im Bestand abnehmen. Die Bestände in B.-W. sind ebenfalls rückläufig und gelten deshalb als `stark gefährdet´ (Steinkrebs) und als `vom Aussterben bedroht´ (Dohlenkrebs). Ursachen für den anhaltenden Rückgang sind hauptsächlich invasive nicht heimische Flusskrebse und die Krebspest, daneben auch lokale Lebensraumdegradierungen.
Eine erfolgversprechende und realistische Strategie, dieser Bedrohungslage zu begegnen, ist der gezielte Aufbau von sogenannten `Arche-Populationen´. Arche-Populationen sind Populationen in geschützten Refugien, in denen das Risiko der Einwanderung von nicht heimischen Flusskrebsen oder der Einschleppung der Krebspest sehr gering ist.


Arbeitsschritte

In dem Modellprojekt sollen Arche-Populationen des Steinkrebses und des Dohlenkrebses in verschiedenen Landesteilen aufgebaut werden. Dabei müssen artspezifische ökologische Anforderung und Risikofaktoren, sowie komplexe zoogeographische Aspekte berücksichtigt werden. Ein erster Schritt in diesem Projekt sind daher ausführliche Machbarkeitsstudien, in denen die Eignung potenzieller Zielgewässer geprüft wird. Zum Projekt-Abschluss wird der Ansiedlungserfolg evaluiert.

Ein Steinkrebs (Austropotamobius torrentium).

Projektleitung
Dr. Christoph Chucholl
Projektbearbeitung
Dr. Christoph Chucholl
Gefördert durch
Stiftung Naturschutzfonds B.-W.
Laufzeit
11/2012 - 10/2015

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