Infodienst Landwirtschaft - Ernährung - Ländlicher Raum Login  


Sie sind hier: Startseite > Fischereiforschungsstelle > Berufsbild Fischwirt/in
 

Berufsbild
Fischwirt / Fischwirtin

Fluss- und Seenfischerei
Seen- und Flussfischerei

Fischhaltung und Fischzucht
Fischhaltung und Fischzucht

Kleine Hochsee- und Küstenfischerei
Kleine Hochsee- und
Küstenfischerei

Ausbildungsinhalte

In der Berufsausbildung zum Fischwirt werden Fertigkeiten und Kenntnisse aus folgenden Bereichen vermittelt:

  • Fischaufzucht und Vermehrung
  • Fischfang und Gerätekunde
  • Natürliche Voraussetzungen der Fischerei, Eigenschaften des Wassers und der Gewässer
  • Gewässerschutz
  • Fischereilich genutzte Tiere
  • Gewässerbewirtschaftung und Hegemaßnahmen
  • Bearbeiten, Verarbeiten und Vermarkten der Betriebserzeugnisse
  • Anfertigen, Bedienen, Instandsetzen und Pflegen von Fischereieinrichtungen
  • Warten und Handhaben der erforderlichen Fahrzeuge, Maschinen und Geräte
  • Umgang mit Werkstoffen sowie einfache Instandsetzungsarbeiten an Maschinen und Geräten
  • Arbeitsschutz und Unfallverhütung
  • Betriebliche Zusammenhänge im Ausbildungsbetrieb
  • Fachbezogene Rechtskunde
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Vertiefte Fertigkeiten und Kenntnisse in einem der Betriebszweige Fischhaltung und Fischzucht, Seen- und Flussfischerei sowie kleine Hochsee- und Küstenfischerei



 

Ausbildungsstätte
Fischwirte werden in einem Fischereibetrieb ausgebildet, der vielseitig und intensiv bewirtschaftet werden soll. Die in der Fischerei gebräuchlichen Werkzeuge, Geräte und Maschinen müssen vorhanden sein ( Liste der Ausbildungsbetriebe in Baden-Württemberg ).


Berufsschule, überbetriebliche Ausbildung, Prüfungen
In den drei Jahren der Ausbildung werden insgesamt 34 Wochen Berufsschule und 5 Wochen überbetriebliche Ausbildung angeboten. Zuständige Berufschule ist das Staatliche Berufliche Zentrum, Von-der-Tann-Str. 28, 82319 Starnberg ( http://www.bs-starnberg.de/ ), die überbetriebliche Ausbildung sowie die Zwischen- und Abschlussprüfung werden an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei, Weilheimer Str. 8, 82319 Starnberg durchgeführt ( http://www.lfl.bayern.de/ ).

 

Fischwirtschaftsmeister
Er kann einen Fischereibetrieb eigenständig organisieren und leiten sowie alle in der Fischereiwirtschaft vorkommenden Arbeiten fachgerecht ausführen. Mit der Meisterprüfung hat er nachgewiesen, dass er geeignet ist, junge Menschen zum Fischwirt auszubilden. Auf die Meisterprüfung wird der Fischwirt durch spezielle Fachlehrgänge vorbereitet, die an Fischereischulen (z.B. in Starnberg, Königswartha) durchgeführt werden.

 

Meisterprüfung
Im praktischen Teil der Meisterprüfung müssen Arbeitsproben aus einem der gewählten Betriebszweige geplant und durchgeführt werden. Der Prüfling muss auch einen Auszubildenden unterweisen. Die fachtheoretische Prüfung bezieht sich auf Fragen aus der Fischereibiologie, der Bewirtschaftung des fischereilichen Lebensraumes, der Behandlung und der Vermarktung der Fischereierzeugnisse, der Fischereitechnik und der Arbeitswirtschaft.

Neben der Prüfung im wirtschaftlichen und rechtlichen sowie im berufs- und arbeitspädagogischen Teil wird im wirtschaftlichen und rechtlichen Teil außerdem eine schriftliche Arbeit angefertigt, die die Analyse eines Fischereibetriebes umfasst und Entwicklungsmöglichkeiten für diesen Betrieb aufzeigen soll.

 

Insgesamt müssen mindestens 3 Wochen überbetriebliche Ausbildung geleistet werden.

Die Angaben gelten für den Schulbesuch und die überbetriebliche Ausbildung an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei in Starnberg (Stand Februar 2009).


Merkblatt der FFS hier zum Herunterladen .

Weitere Informationen erhält man unter: Ausbildungsberuf Fischwirt/in