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KormoDat - Kormorandatenbank Baden-Württemberg

Im Jahr 2011 hat die FFS eine Datenbank zur Erfassung von Kormoranbeobachtungen in Baden-Württemberg eingerichtet. Neben der Möglichkeit, die Beobachtungen schriftlich zu melden, können die Sichtungen über eine Online-Meldestelle auch direkt in die Datenbank eingetragen werden. Von verschiedenen Seiten war darauf hingewiesen worden, dass die Online-Meldung schwierig war, daher wurde die Internetseite grundlegend überarbeitet.

Mittlerweile liegen in der Datenbank für einige Regionen Baden-Württembergs sehr gute Zahlen über den Kormoranbestand vor, für andere gibt es aber immer noch wenige oder keine Meldungen. Jeder Angler kennt die Kormoransituation an seinem Gewässer, es ist weiterhin sehr wichtig, diese Informationen weiterzugeben. Die genauen Kormoranzahlen an den Gewässern werden sowohl zur Untermauerung der Notwendigkeit der Kormoranverordnung als auch für Anträge in Schutzgebieten benötigt. Daher an dieser Stelle nochmals der dringende Aufruf, Kormoranbeobachtungen zu melden.

 

Die Internetseite erreicht man über die neue Internetadresse www.lazbw-ffs-kormodat.de

 

Fragen und Anregungen zur Online-Meldestelle sind jederzeit erwünscht. Für all diejenigen, die sich mit der Online-Meldung nicht anfreunden können, besteht nach wie vor die Möglichkeit, die ausgefüllten Meldeblätter per Post, Fax oder Mail an die FFS zu schicken. Das Meldeblatt kann von den Internetseiten der Regierungspräsidien und der Online-Meldestelle heruntergeladen oder bei der FFS angefordert werden.

 

Ergänzende Beobachtungen sind sowohl zum Winterbestand als auch zum Sommerbestand von Interesse: bezüglich der Wintergäste insbesondere Informationen über Zuzug und die Aufenthaltsdauer der Kormorane in Baden-Württemberg, beim Sommerbestand insbesondere dessen zahlenmäßige Entwicklung. Um die Verlässlichkeit der Daten zu sichern, sollten bei den Zählungen folgende Punkte beachtet werden:

  • Für eine möglichst genaue Erfassung des Winterbestands sollten Zählungen von Kormoranen auf ihren Schlafbäumen in der Morgendämmerung oder bevorzugt am späten Nachmittag kurz vor Einbruch der Dämmerung durchgeführt werden.
  • Auch Meldungen über die Anzahl von Kormoranen bei der Nahrungsaufnahme/beim Fischen und beim Überflug können für weitere Auswertungen wichtig sein. Sie können helfen, den Kormoraneinfluss auf die Fischbestände in einzelnen Gewässerabschnitten oder -regionen abzuschätzen. Insbesondere interessiert das Auftreten größerer Trupps. 
  • Für die Ermittlung des Sommerbestands sind neben der Anzahl an Brutvögeln auch die der Jungvögel an den Brutplätzen sowie die Zahl der Kormorane an Sommerschlafplätzen ohne Brutaktivität wichtig. Auch hier sollten die Zählungen in den späten Nachmittagsstunden erfolgen.

Foto: Kormorane im Eriskircher Ried.